Edinburgh - bei dem Klang des Namens schwingt sofort der Dudelsack, rauchiger Whisky und der klassische Schottenrock mit, man hat sofort grüne Hügel, bärtige Gesellen und urige Pubs vor Augen, Edinburgh ist das Herz und die Seele das alten traditionsreichen Schottlands und einer der sehenswerten Städte Europas.
Hoch oben über Edinburgh thront das Edinburgh Castle, dessen Anfänge bereits von Keltenkönig Edwin, dem Gründer und Namenspatron der Stadt, im 6. Jahrhundert errichtet worden sind. Alle Könige Schottlands wurden hier gekrönt, sehr sehenswert sind die schottischen Kronjuwelen von König Jakob V., dem Vater von Maria Stuart. Teile der Krone stammen noch von der Krönung des Robert de Bruce, dem der Hollywood Film "Braveheart" ein besonderes Denkmal setzte. Beachtung sollte man auch dem "Schicksalsstein" schenken, einem sagenumwobenen Stein aus grauer Vorzeit auf dem die Könige Schottlands ihren Eid leisten mussten. Von den Engländern im Mittelalter geraubt, wurde der Stein erst 1996 nach siebenhundert Jahren nach Edinburgh zurückgebracht.
Von Edinburgh Castle aus hat man einen herrlichen Blick über die Stadt und nähere die Umgebung und kann sich so gut orientieren. Östlich von der Burg erstreckt sich, mit zahlreichen sehr sehenswerten historischen Gebäuden, die Royal Mile. Whiskyfreunde werden sich gleich am Anfang der Mile über das Scotch Whisky Center freuen, wo man alles über das "Wasser des Lebens" erfährt. An zahlreichen Renaissance- und Barockgebäuden geht es weiter zur Kathedrale St. Giles aus dem 12. Jahrhundert mit sehr schönen Glasfenstern, die ein herrlich heiliges Licht im Innern zaubern. Besonders lustig ist der Dudelsack spielende Engel an der Außenfassade.
Die Kathedrale steht gleich gegenüber dem historischen Parlament aus dem 17. Jahrhundert. Wer das neue Schottische Parlament sehen will, muss die Royal Mile ganz zu Ende gehen und wird von einem interessanten ultramodernem Gebäude erwartet. Bestimmt kein Zufall, dass sich hier auch Holyrood Palace befindet, die Residenz des britischen Königshauses in Schottland. Mitglieder der königlichen Familie sind hier aber gerne zu Besuch, viele der Räumlichkeiten können besichtigt werden.
Blickt man von Edinburgh Castle Richtung Norden, erkennt man New Town, ein im 18. Jahrhundert gegründeter Stadtteil voller typischer georgianischer Bauten. Sehr schön zum Herumwandern und Shoppen, zahlreiche Galerien zeigen zeitgenössische Kunst.
Östlich davon kann man zum Calton Hill hinaufsteigen. Der Hügel bietet einen schönen Blick über das nahe Meer und ein paar wichtige Sehenswürdigkeiten. Darunter das Standbild von Admiral Nelson und das City Observatory mit einer herrlichen Laser- und Diashow.
Südöstlich vom Edinburgh Castle trifft man auf zwei sehr unterschiedliche Gebäude, die aber sehr ähnliche Funktion haben: Das historische Royal Museum of Scotland und das moderne Museum of Scotland beschäftigen sich mit der reichen Geschichte, Kunst und Kultur des Landes. Zahllose Exponate warten hier auf die Besucher und man sollte sich ruhig zwei Tage Zeit nehmen, um die beiden Museen vollständig zu erfassen.
Besonders attraktiv ist Edinburgh während der Monate August und September, wenn das berühmte Edinburgh Festival gefeiert wird. Gleich mehrere Kulturveranstaltungen, aber auch ausgelassene Feiern und Militärparaden lassen die Herzen von Festivalfans höher schlagen und garantieren atemlose Wochen. Wer dann ein wenig Stille und Erholung sucht, der sollte sich seinen Mietwagen schnappen und ein paar Kilometer nördlich fahren. Dann ist man nämlich mitten in den Schottischen Highlands und freut sich an der weiten, unberührten Natur.